Internationale Schulpartnerschaften

CGLS – Zespół Szkół Politechnicznych im Bohaterów Monte Cassino

Wrzesnia



Praktische Ausbildung im Rahmen der Berufsfachschule mit Erasmus+ in Polen (März 2025)

Bericht der Gruppe

Der Vorteil einer internationalen Schulpartnerschaft ist nicht nur Prestige, es sind vor allem die Möglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler die Lehrbücher zuzuschlagen und theoretische und praktische Erfahrungen im Ausland zu sammeln.

Am 24.03.2025 sind sieben ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Technik in den Zug nach Września gestiegen. Vor Ort hatten wir die Möglichkeit verschiedene Betriebe wie Volkswagen und Mikroma in Września und Poznan zu besuchen und einen spannenden Einblick in die Produktion und Fertigungsplanung zu bekommen.

Wir haben beispielsweise mit den neuesten Technologien des Laserscannens aus vorhandenen Bauteilen 3D-Modelle erstellt und in der Gießerei von Volkswagen Gussformen hergestellt. Ein weiteres Highlight war die Produktionsbesichtigung der Firma Blum in Jasin, die Scharnier- und Schubladensysteme herstellt.


Das neu errichtete Hochregallager hat uns mit seinen gigantischen Dimensionen schwer beeindruckt und der abschließende Workshop, in dem wir die Produkte selbst verbaut haben, wird es in Zukunft leichter machen, die Anleitungen verschiedener Möbelkonzerne zu verstehen. Im Volkswagen Technologieforschungszentrum konnten wir in Laboren zur Materialanalyse beispielsweise einen Zugversuch durchführen sowie mit einem VR-Schweißgerät arbeiten und haben die Arbeits- und Forschungsplätze der Werksstudenten kennengelernt.

In den Werkstätten der Partnerschule haben wir praktische Fähigkeiten, wie Fräsen, Bohren und Drehen mit unseren polnischen Mitschülerinnen und -schülern geübt. Zudem haben wir die schuleigene Molkerei-Klasse besucht und eine an diesem Tag frisch zubereitet polnische Spezialität, einen Quark-Frischkäse, probieren dürfen. Der Einblick in das polnische Berufsschulsystem hat uns die Vorteile, aber auch Nachteile an unserem Berufsausbildungssystem gezeigt.

Auch das ist eine lohnenswerte Erfahrung, sowohl für uns Schülerinnen und Schüler als auch für die begleitenden Lehrkräfte gewesen, die einige neue Ideen mit zurücknehmen konnten. Die Programmpunkte waren über die gesamte Zeit bis zum 03.04.2025 verteilt, sodass neben den berufsbezogenen Aktivitäten auch Zeit blieb, Land, Leute und Küche zu erkunden und die gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten. Zwischen den beiden Wochen voller Programmpunkte, lag ein Wochenende, dass wir Schülerinnen und Schüler gestalten konnten. So haben wir neben Entspannung und Erholung auch zwei Technik-Museen in der Umgebung besichtigt und die historische Altstadt Poznans erkundet. Dass unsere Unterkunft drei Sterne hatte, war nebenbei gesagt, auch nicht gerade schlecht.

So konnten wir uns den Aufenthalt zwischendrin mit Bowling und Kartenspielen verschönern und haben uns untereinander besser kennengelernt. Die begleitenden Lehrkräfte Gero Galuba, Ralf Hoffmann und Torsten Hartmann haben uns zu den Programmpunkten chauffiert und ihre Erfahrungen mit uns geteilt.



 

Unsere Partnerschule ist die ZSP in Września, Polen.
https://zspwrzesnia.pl


Seit 1993 besteht eine enge Schulpartnerschaft zwischen der ZSP in Września und der CGLS.

Ein nahe Września gelegener verwilderter Friedhof, auf dem deutsche Frauen, Männer und Kinder bestattet sind, wird mit Schülerinnen und Schülern aus beiden Ländern erhalten und instandgesetzt.

Projektanlass ist die gemeinsame Erneuerung von zwanzig Zaunpfählen mit Dekorabdeckung durch Schülerinnen und Schüler der CGLS (Auszubildende des Berufsfeldes Metalltechnik im ersten Ausbildungsjahr) und Schülerinnen und Schüler der ZSP (über große Arbeitgeber wie VW, Września), sowie die Recherche und Präsentation von Lebensbiografien der Verstorbenen.

Die berufliche Projektkonzeption orientiert sich am Fertigungssystem „Industrie-4.0“: Auftrag (Września) –> Fertigung (Wolfenbüttel) –> Montage (Września).


Konstruktion und Beauftragung von zwanzig Zaunpfählen mit Dekorabdeckung

Förderung der beruflichen Kreativität

Schweißen als berufliche Grundfertigkeit

unternehmerisches Denken

Persönlichkeitsentwicklung

Überwindung von Sprachbarrieren

Wahrnehmen deutsch-polnischer Geschichte

interkulturelles Lernen durch Gedenkstättenarbeit

Stärkung der eigenen Persönlichkeit

Wissensförderung, z. B. Technologie, Kreativität, Mathematik

Förderung des unternehmerischen Denkens

Mobilitätserfahrung – Europass

Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Auszubildenden

Imagestärkung als moderner, weltoffener Ausbildungsbetrieb

Steigerung der Attraktivität als Ausbildungsbetrieb

Auszubildende bringen Ideen zu Prozessoptimierungen von den Erfahrungen im Ausland mit

Steigerung der Motivation der Auszubildenden

Abbau der Lösungsquote

Strategische Partnerschaft, Profil der Schule stärken

Vermittlung interkultureller Kompetenzen und Toleranz

Abbau der Lösungsquote

Baustein zur Qualifikation der CGLS als Europaschule

Horizont der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte erweitern und Motivation steigern

Beziehungen zum Schulumfeld stärken (Betriebe, Innung)

Qualitätsentwicklung