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Lernen findet im Kopf statt – oder gar nicht

In einem Vortrag verdeutlichte Frau Maren Hauber, Diplom-Sozialpädagogin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZNL TrasferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen an der Universität Ulm, dem CGLS-Kollegium, wie das menschliche Gehirn lernt.

CGLS-Kollegium

Maren Hauber

Lernprozesse erfolgen nicht immer gleich gut, nicht immer gleich schnell und vor allem nicht immer gleich nachhaltig. Diese Beobachtungen sind den Lehrerinnen und Lehrern der Carl-Gotthard-Langhans-Schule aus ihrer unterrichtlichen Praxis seit langem vertraut. In einem Vortrag verdeutlichte Frau Maren Hauber, Diplom-Sozialpädagogin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZNL TrasferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen an der Universität Ulm, dem CGLS-Kollegium, wie das menschliche Gehirn lernt.

Das 2004 von Prof. Dr. Dr. Spitzer gegründete Institut konzentriert sich auf den Zusammenhang von Gehirn- und Bildungsforschung. Zunächst erläuterte Frau Hauber, dass das Gehirn „plastisch“ ist, es also ständigen Veränderungen unterliegt. Das bedeutet, dass Lernen ein Leben lang stattfindet. Beim Lernen spielen Emotionen, Motivation und Aufmerksamkeit eine wesentliche Rolle. Wie diese Faktoren Lernprozesse beeinflussen, konnten die Neurowissenschaften aufklären.

Anhand von Beispielen und Experimenten wurden neurowissenschaftliche Grundlagen aufgezeigt:

• Das zu Lernende muss bedeutsam sein.

• Das Gehirn ist ein „Regelextraktor“.

• Lernen findet „en passant“, also nebenbei statt.

• Eine hohe Verarbeitungstiefe bewirkt nachhaltiges Lernen.

• Emotionale Betroffenheit führt zu besserem Lernen.

• Positive Emotionen aktivieren das Lernen.

In anschließenden Workshops, gegliedert nach unterschiedlichen Schulformen, vertieften die Kolleginnen und Kollegen diese Erkenntnisse und diskutierten, wie mit dem aufgefrischten Wissen der unterrichtliche Alltag besser gestaltet werden kann.

Effektive Lernprozesse bedürfen auch einer attraktiven Lernumgebung. In der Mittagspause grillte der Personalrat der CGLS für das Kollegium. Insofern gestärkt, wurden anschließend die Workshop-Phasen fortgesetzt.

 

Bertram Müller

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