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Gesellenprüfung bei den Tischlern – Eiche liegt voll im Trend

Am vergangenen Freitag wurden neun ehemalige Auszubildende im Tischlerhandwerk freigesprochen, jetzt sind sie Tischlergesellinnen und Tischlergesellen.

Am vergangenen Freitag wurden neun ehemalige Auszubildende im Tischlerhandwerk freigesprochen, jetzt sind sie Tischlergesellinnen und Tischlergesellen. In der Freisprechungsfeier wurden die Gesellenstücke, Höhepunkt der Berufsausbildung, den Gästen vorgestellt. Hierbei handelt es sich um sehr unterschiedliche Möbelstücke, die nach eigenen Entwürfen hergestellt wurden. Bis auf eine Ausnahme wurden alle Stücke in der Holzart ´Eiche´ gefertigt.

Julian Schreiber wählte für seine Holbelbank Buchenholz, sehr klassisch! Zwei Schreibtische wurden gebaut. Bei Jakob Raves Tisch fallen die Diagonalen, die in die seitlichen Rahmen mit Schwalbenschwanzverbindungen eingearbeitet sind und das Gestell aussteifen sowie die „Hirnholz-Aufdoppelungen“ der Schubkästen ins Auge. Kim-Kay Eipert baute seinen Schreibtisch ebenfalls aus Vollholz; kombiniert mit einem weiß lackierten Rollcontainer überzeugt dieses Stück durch seine schlichte und zeitgemäße Gestaltung. Ebenfalls weiß lackiert hat Robert Bogdanski seine aus drei höhenversetzten Korpusse bestehende Hängevitrine. Hier sind lediglich die Rahmen für die Glasscheiben aus Eiche gefertigt. Für die Aufdoppelungen der beiden Schubkästen hat er weiß lackiertes Glas gewählt. Svenja Behrens fertigte eine Kindermöbelkombination, bestehend aus einem Tisch und einer Sitzbank bzw. einer Truhe mit Rückenlehne. Ein Sideboard baute Leon Schäfer. Dieses hat drei verglaste Rahmentüren mit einem innenliegenden Schubkasten. Gian-Luca Meiers Gesellenstück ist ein Hängeschrank – natürlich auch in Eiche gebaut!

Der letzte Prüfungsteil wurde in der Tischlerwerkstatt der Carl-Gotthard-Langhans-Schule abgelegt. Die Prüflinge mussten ein ´Fotofenster´ in einem Arbeitstag nach vorgegebener Zeichnung herstellen. Zunächst musste die Zeichnung ´gelesen´ werden, die erforderlichen Risse aufs Holz übertragen, und die Holzverbindungen von Hand ausgearbeitet werden. Maschinell wurden Fälze, Fasen und Nuten gefräst. Abschließend wurde der Flügelrahmen noch angeschlagen, damit er aufgedreht werden kann. Trotz des großen Zeitdrucks erzielten die jetzigen Junggesellinnen und Junggesellen gute Ergebnisse.

Der Prüfungsausschuss der Tischler-Innung Wolfenbüttel gratulierte und wünschte einen erfolgreichen Einstieg in das Tischler-Gesellenleben.

 

Bertram Müller

 

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